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SLES - Schüler leiten eine Station
#1
Vom 11.03. bis zum 24.03.2017 fand ein besonderes Projekt auf der kardiologischen Station M5 statt. Dieses stellt ein Highlight in der Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege in Hof dar. Dabei handelt es sich um eine Schülerstation, die unter dem Motto steht: Mit Kopf, Herz und Hand – Schüler leiten eine Station.
Jedes Jahr erklären sich hierfür eine oder mehrere Stationen des Sana Klinikums Hof bereit, Schüler des 3. Ausbildungsjahres ihre Station im Dreischichtsystem leiten zu lassen mit allen dazugehörigen Aufgaben. Selbstverständlich steht auch immer mindestens eine examinierte Pflegevollkraft bereit, um etwaige Fragen zu beantworten.
 
Dabei stellten sich uns einige Fragen: Wer wird Stationsleitung? Wie wird der Dienstplan aussehen? Wer geht in welchen Patientenbereich? Wer übernimmt welche Aufgaben?
Nachdem wir dann vor Projektbeginn eine Stationsleitung bestimmt haben, die auch mit einer Stellvertretung den Dienstplan gestaltet hatte, waren die wichtigsten organisatorischen Aufgaben abgedeckt.
Doch wie würden wir uns in den Stationsalltag einfinden? Wie werden wir zusammenarbeiten? Diese Fragen stellten sich nun uns Schülern. Natürlich wussten wir, dass sich diese Fragen frühestens zu Projektbeginn beantworten lassen. Daher war die Anspannung umso größer.
 
Dann war es soweit. Die ersten Schüler traten ihre Frühschicht ihrer eigenen Station an. Anfangs mussten uns jedoch die examinierten Pflegekräfte noch rege unterstützen, da wir uns in den Stationsalltag zurechtfinden mussten, doch jeder Schüler merkte, dass dies Stück für Stück nachließ und wir immer mehr Eigenverantwortung übernehmen konnten.
Wir begleiteten die Visiten der Ärzte, arbeiteten diese aus, versorgten und betteten unsere Patienten, teilten ihnen das Essen aus, mussten mit Notfall-Situationen zurechtkommen, entließen unsere genesenen Patienten, Übergaben unseren Bereich - all dies lief von Tag zu Tag reibungsloser ab und somit auch selbstständiger, wodurch wir Schüler einen genauen Einblick in Welt der examinierten Pflegekräfte gewinnen konnten. So relativierten sich manche Ansichten über diese Examinierten recht schnell und verstanden Vorgänge, die uns in unserer vergangenen Ausbildungszeit noch fragwürdig erschienen.
 
Doch ganz ohne Probleme ging es dann doch nicht. Wenn auch anfängliche Schwierigkeiten bei der Pausenregelungen und Bereichseinteilung schnell geklärt werden konnten, gab es immer wieder Kommunikationsprobleme und nicht ausreichende Absprachen.  Wir mussten schnell lernen, unsere Kommunikation zu verbessern und auch in vielen Bereich zusammenzuarbeiten. Dem einen fiel dies leicht, dem anderen schwer, doch jeder gab sein bestes, einen reibungslosen Stationsalltag zu gewähren.
 
Schlussfolgernd kann man sagen, dass das Projekt „Schüler leiten eine Station“ auf der Station M5 ein unvergessliches Highlight der dreijährigen Ausbildung war und wir Schüler uns so untereinander auf einer ganz anderen Ebene kennen lernen konnten. Lehrreich und aufschlussreich – diese Adjektive beschreiben die Schülerstation. Ein Grund, weshalb viele von uns der Meinung sind, dass zwei Wochen für dieses Projekt nicht ausreichend sind. Gerne hätten wir Schüler noch weiter die Station M5 geleitet.
 
Wir waren sehr dankbar für die Unterstützung aller freigestellten Praxisanleiter und Examinierten Pflegevollkräfte.
Auch ich bedanke mich als Stationsleitung für die tolle Zusammenarbeit und interessanten Lehrpunkte, die jeder von uns aus diesem Projekt mitnehmen konnte.

Wer von euch hatte auch schon solch ein Projekt und kann ähnliches sagen? Oder was waren eure Erfahrungen? Teilt sie doch bitte hier.

Liebe Grüße,
Pulchiosanter

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